IMMOBILIEN als Renditeanlage wenig profitabel

02/01/2015

Die Direktinvestition in Immobilien scheint eine sinnvolle Alternative zu niedrigen Anlagezinsen und der keineswegs ausgestandenen EURO Krise zu sein. Die seit Jahren andauernde Flucht in den Sachwert "Immobilie" wird auch durch die niedrigen Finanzierungszinsen verstärkt. So ist es kein Wunder, dass die Häuser- und Wohnungspreise in vielen Ballungszentren kaum noch bezahlbar sind.

Viele Investoren nehmen es mit der Überprüfung des Immobiliensektors leider nicht sonderlich genau, obwohl bereits heute außerhalb der Ballungszentren Wohnungen und Häuser leer stehen.

Nachstehende Einflussfaktoren sollten (mindestens) berücksichtigt werden:

- Aufgrund unserer Alterspyramide werden viele Neubauten in Deutschland wahrscheinlich in wenigen Jahren nicht mehr benötigt. Dies gilt auch für heute scheinbar noch lukrative Ballungsräume

- Das Zinsniveau kann bei einem Auslauf der Zinsbindung in 10 bzw. 15 Jahren deutlich höher als aktuell ausfallen. Vor allem 100% Finanzierungen sind in ihrer Wirtschaftlichkeit dann besonders gefährdet

- Mit weiteren deutlichen Steigerungen der Mietpreise sollte nicht gerechnet werden, da die gewollte "Lohnzurückhaltung" kaum einen Anstieg der Löhne und Gehälter zulässt. Bereits heute denkt der Gesetzgeber über neue mögliche Regelungen bei der Mietpreisdeckelung nach

- Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) kommt in einer aktuellen Untersuchung zu dem Ergebnis, dass vermietete Immobilien im Schnitt nur 2-3 % Rendite abwerfen. Über 35% der Vermieter verdienen schon jetzt mit der Immobilie kein Geld

- Mieten und Immobilienpreise können auch sinken, Leerstandsphasen z.B. bei Mieterwechsel sind zu berücksichtigen. Des Weiteren sind die Nebenkosten beim Kauf durch Makler- und Vermittler-/Bauträgerprovisionen, Notar- und Grundbuchkosten sowie der Grunderwerbsteuer recht hoch

- Laufende Kosten durch die Mieterverwaltung vor Ort, insbesondere wenn der Investor weit entfernt von der Immobilie wohnt

 

FAZIT:

Es stellt sich die berechtigte Frage, ob es nicht andere "Anlage-Alternativen" gibt, die weniger kostspielig und riskant sind, vor allem, wenn man bereits eine (eigene?) Immobilie besitzt oder wahrscheinlich beerben wird. Das vorhandene Vermögen sollte breiter gestreut - Klumpenrisiken sollten vermieden werden.

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