Kommt für Indexfonds bald das „dicke Ende“?

28/02/2017

Die expansive Geldpolitik hat mit ihren Unmengen an Liquidität in den letzten Jahren die Börsenindizes kräftig befeuert. Davon profitierten Indexfonds (ETFs) besonders, da sie die ausgewählten Indizes 1:1 passiv nachbilden. Auf rund zwei Billionen Euro werden die Investitionen in ETFs geschätzt, die Anleger vor allem mit ihren geringen Kosten locken.

 

Mit dem aktuellen ETF Boom verfolgen viele Anleger jedoch ähnliche Strategien. Unter Fachleuten mehren sich nun allerdings die mahnenden Stimmen. Der Grund: Die Geldschwemme wird in absehbarer Zeit enden müssen, was den Höhenflug von Dow Jones & Co. einstweilen in eine Baisse verwandeln dürfte. Die großflächige Anlage in ETFs begünstigt die Überreizung von Marktbewegungen, da die Indizes auf Basis der Marktkapitalisierung zusammengesetzt werden und meist nur eine begrenzte Anzahl auf wenige, große Werte enthalten. ETFs könnten bei fallenden Kursen selbst zum Krisentreiber werden, da sie entsprechend an Wert verlieren und damit die schlechte Marktstimmung verstärken.

 

"Je mehr Anleger sich über ETFs auf die großen, teuren Indexschwergewichte konzentrieren, desto mehr Chancen ergeben sich abseits dieser Pfade", so ein Vermögensverwalter. Für die Anleger bedeutet das, dass sie über aktives Fondsmanagement nachdenken sollten. Denn nur mit aktiver Auswahl und Kontrolle lässt sich dem Trend entgegen performen.

 

Die Finanzindustrie und die mediale Berichterstattung sind an dem anhaltenden ETF Boom jedoch nicht ganz unschuldig. So wiederholten insbesondere die Finanztest und verschiedene Verbraucherzentralen regelmäßig Ihre Ansicht wie ein Mantra, dass 80% der aktiv gemanagten Fonds nicht ihren jeweiligen Vergleichsindex schlagen, obwohl sie recht hohe Verwaltungsgebühren vereinnahmen würden. Dass im Umkehrschluss 20% der aktiv gemanagten Fonds die Indexergebnisse erzielen oder gar übertreffen, wurde dabei - neben den offensichtlichen Nachteilen von ETFs - geflissentlich übersehen.

 

 

 

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